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Titelthema: Altersgerechte Ausbildung junger Pferde 

Fotos: Pferdesport Deutschland

Community Event: Influencer aus dem Pferdesport treffen

Ende September werden wieder zahlreiche aus den sozialen Medien bekannte Pferdesport-Creator am Bundesstützpunkt von Pferdesport Deutschland in Warendorf erwartet. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem Michelle Buchholtz (@momo.equestrian), Anja Federwisch (@anja_fee), Lisa Kestel (@lisakestel) und Alexandra Schultjan sowie Nina Maeter (@pferdehofliebe). Besonders erfreulich: Auch in diesem Jahr gibt es eine limitierte Anzahl an Zuschauerplätzen! Wer bereit ist für ein einzigartiges Erlebnis, bei dem sich Social Media und Pferdesport hautnah verbinden und wer seine Lieblingsinfluencer persönlich treffen möchte, kann sich ab sofort sein Ticket für das Community Event sichern.

Es warten ungefilterte Einblicke ins Training der Creator mit ihren Pferden, wenn diese – angeleitet von Mannschaftsweltmeister Raphael Netz und Bundesstützpunktleiter Markus Scharmann – an neuen Herausforderungen arbeiten und wachsen. Das Creator Event findet am Sonntag, 27. September statt, Ticket sind zum Normalpreis von 38 Euro erhältlich, Clubmitglieder zahlen lediglich 25 Euro. Das Creator Event wird unterstützt von den Pferdesport Deutschland Partnern Höveler, Waldhausen und consteed. Der Erlös aus dem Ticketverkauf kommt zu 100 Prozent der Initiative 100 Schulpferde plus zugute.

Foto: Christiane Slawik

Neues aus der Wissenschaft:

Wirkungsvoll gegen Stress?

Cannabidiol (CBD), ein natürlicher Wirkstoff aus der Hanfpflanze, wird nachgesagt, beruhigend, angstlösend und schmerzlindernd zu wirken. Doch ist das wirklich so und gilt es auch für Pferde? In einer Studie erhielten Pferde über einen Zeitraum von 15 Tagen zweimal täglich oral eine CBD-haltige Paste. Gleichzeitig gab es eine Kontrollgruppe von Pferden, die keine CBD-Paste erhielt. Das Ergebnis: Die CBD-Gabe zeigte bei den Pferden keine nachweisbaren Effekte auf Gesichtsausdruck, Verhalten, Herzfrequenz, Cortisol oder Stressreaktionen im Vergleich zur Kontrollgruppe. Ob CBD also ein wirksames Mittel zur Stressreduktion bei Pferden ist, bleibt offen. Weitere Forschung auf dem Gebiet ist erforderlich. Auf jeden Fall sollte vorsichtig mit CBD sein, wer Turniere reitet: Es gehört gemäß den Anti-Doping- und Medikamentenkontroll- Regeln (ADMR) zur Liste 1 im Wettkampf verbotener Substanzen. Nähere Infos zu den Karenzzeiten hier.

Quelle: Eichler F, Ehrle A, Machnik M, Jensen KC, Wagner S, Baudisch N, Bolk J, Pötzsch M, Thevis M, Bäumer W, Lischer C and Wiegard M (2024) Behavioral observations, heart rate and cortisol
monitoring in horses following multiple oral administrations of a cannabidiol containing paste (part 2/2). Front. Vet. Sci. 10:1305873. doi: 10.3389/fvets.2023.1305873

Deutsche Teams sponsern Schulpferde 

Mit einer besonderen Aktion haben das deutsche Dressurund das Springteam bei der WM in Aachen ein Zeichen für den Nachwuchs und die Zukunft des Pferdesports gesetzt: Beide Mannschaften übernehmen im Rahmen des Projekts „100 Schulpferde plus“ die Förderung eines Schulpferde-Ankaufs und unterstützen die Initiative mit jeweils 5.000 Euro. Dressur- Mannschaftsweltmeister Frederic Wandres erklärt im Podcast mit Pferdesport Deutschland stellvertretend das Engagement: „Pferde lehren uns sehr viel. Viele Reiter erinnern sich ihr Leben lang an ihr erstes Schulpferd. Die Kinder lieben ihre Pferde und tun alles für sie. Die Mannschaft steht geschlossen hinter dem Projekt, weil wir die Nachwuchsförderung stärken möchten. Der Pferdesport bietet viele Möglichkeiten, Freude mit dem Pferd zu erleben und seinen eigenen Weg zu finden. Das gilt für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene. Wir als deutsches Team finden, dass ,100 Schulpferde plus‘ ein tolles Projekt ist, das viel Unterstützung verdient hat.“ Daniel Deußer, der mit dem deutschen Springteam WM-Gold gewann, sagt stellvertretend für die ganze Equipe: „Die Motivation ist es, jüngeren Menschen die Möglichkeit zu geben, mit Pferden in Kontakt zu kommen, um vielleicht auch eines Tages ihren Traum so zu leben, wie wir es heute tun.“ Auch Spring-Bundestrainer Otto Becker schließt sich zusammen mit seiner Familie dem Projekt an und übernimmt ebenfalls einen Schulpferde-Ankauf im Wert von 5.000 Euro.

Wenn Sie das Projekt ebenfalls unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen zum Spenden. Auch kleine Beträge zählen und kommen direkt der Initiative zugute.

Hans-Heinrich Meyer zu Strohen zum Reitmeister ernannt

Der Pferdewirtschaftsmeister und langjährige Bundestrainer Nachwuchs Dressur Hans-Heinrich Meyer zu Strohen steht seit Jahrzehnten für eine Arbeit, die Reiter ebenso entwickelt wie Pferde: leidenschaftlich und konsequent, mit Menschlichkeit und unermüdlichem Einsatz. Diese Lebensleistung wurde nun mit einer besonderen Ehrung gewürdigt. Im Rahmen der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Verden ernannte Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen, Präsident von Pferdesport Deutschland, den gebürtigen Osnabrücker zum Reitmeister. „Der Titel steht für außergewöhnliches reiterliches Können, für die Kunst der Ausbildung, für Verantwortung gegenüber dem Pferd und für die Fähigkeit, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu prägen“, sagte Cornelia Albrecht. Umringt von zahlreichen Weggefährten und Schülern Meyer zu Strohens hielt die Vorsitzende der AG Nachwuchs Dressur von Pferdesport Deutschland eine bewegende Laudatio auf den neuen Reitmeister. „Mit der Verleihung des Reitmeistertitels wird heute nicht nur eine außergewöhnliche Trainerkarriere gewürdigt, es wird ein Lebenswerk ausgezeichnet, das den deutschen Dressursport nachhaltig geprägt hat und dessen Wirkung noch viele Jahre spürbar sein wird.“

Info-Stewards schaffen Transparenz 

Wenn es um Pferdewohl, Fairness und Transparenz geht, spielen Info-Stewards bei internationalen Reitsportveranstaltungen in Deutschland eine wichtige Rolle. Auch bei den Weltmeisterschaften in Aachen standen sie wieder als direkte Ansprechpartner an den Vorbereitungsplätzen zur Verfügung. Ihr Ziel: Einblicke geben, Zusammenhänge erklären und den Dialog zwischen Sport und Öffentlichkeit fördern. Thies Kaspareit, Leiter Ausbildung und seit Beginn als Info-Steward im Einsatz, erklärt die Bedeutung: „Es kann immer erklärungsbedürftige Situationen geben oder manchmal auch Gesprächspartner, mit denen man sich intensiv austauscht, was im Tagesablauf der Stewards nicht möglich ist. Als Info-Stewards nehmen wir die Anliegen der Zuschauer ernst, vermitteln Wissen und schaffen so Transparenz in alle Richtungen. Das wurde auch in Aachen wieder sehr gut aufgenommen.“ Möglich wird der Einsatz der Info-Stewards auch durch die Unterstützung der Stiftung Deutscher Pferdesport. Sie trägt dazu bei, dass das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt und bei Veranstaltungen mit großem Publikumsinteresse eingesetzt werden kann.

Pferdesport Deutschland und Pikeur bauen Partnerschaft aus

Pferdesport Deutschland und Pikeur setzen ihre langjährige und erfolgreiche Partnerschaft fort. Im Rahmen der Weltmeisterschaften in Aachen wurde die Zusammenarbeit vorzeitig bis zum 31. Dezember 2032 verlängert. Gleichzeitig wird die Kooperation inhaltlich erweitert: Neben der Ausstattung von Athletinnen und Athleten, Trainern, Pflegern und Offiziellen wird künftig auch die Ausstattung der Pferde Teil der Partnerschaft sein. Während Pikeur weiterhin die Bekleidung der deutschen Teams stellt, wird die Partnerschaft künftig um die Pferdeausstattung der Premiummarke Eskadron erweitert. Damit erhält Pferdesport Deutschland erstmals ein umfassendes Ausstattungskonzept für Mensch und Pferd aus einer Unternehmensgruppe.

Foto: Stefan Lafrentz

IOC-Präsidentin begeistert von der WM in Aachen 

Volle Ränge in den Stadien, über 40.000 Zuschauer bei der Dressur Kür unter Flutlicht: IOC-Präsidentin Kirsty Coventry zeigte sich begeistert von ihrem Besuch der Reit-WM, ihrem ersten überhaupt in Aachen. „Es war unglaublich, fantastisch“, schwärmte sie und war beeindruckt, wie der Pferdesport Menschen unterschiedlichsten Alters fasziniert: „Was ich an der Atmosphäre heute geliebt habe: Man hat verschiedene Generationen gesehen. Von den kleinsten Babys bis hin zu den Großeltern“, sagte Coventry. Sie werde wiederkommen, versprach sie. Bleibt zu hoffen, dass ihr Besuch auch ein positives Zeichen für eine geplante deutsche Olympiabewerbung ist. Wobei hier zunächst Ende September entschieden werden soll, mit welchem Kandidaten Deutschland international ins Rennen geht: Berlin, München oder der Region KölnRheinRuhr.

Kurzgefasst:

Herzlichen Glückwunsch, Evelyn Koch!

Bei jedem Seminar in ihrem Landesverband dabei, engagiert, herzensgut: Die Sprecherin der Mitglieder des Pferdesport Deutschland Clubs in Rheinland-Pfalz/Saar, Evelyn Koch, feiert am 20. September ihren 70. Geburtstag. Dazu gratulieren wir recht herzlich!

Foto: Holger Schupp

100 Schulpferde plus: Verlosung in außergewöhnlicher WM-Atmosphäre

Für alle Vereine, die am Sonntag, 16. August, mit mindestens fünf Mitgliedern den Weg nach Aachen auf das WM-Gelände gefunden hatten, bot sich eine einmalige Chance: Am Stand von Pferdesport Deutschland konnten sie sich registrieren, um an einer Verlosung der Initiative „100 Schulpferde plus“ teilzunehmen. 

Foto: ALRV/ Andreas Steindl

Zu gewinnen gab es einen Scheck über 5.000 Euro, um die Anschaffung eines Schulpferdes zu unterstützen. 32 Vereine machten davon Gebrauch und auf dem heiligen Rasen des Hauptstadions, wo kurz davor und danach die besten Vielseitigkeitsreiter der Welt um die Medaillen kämpften, zog ALRV-Präsidentin Stefanie Peters unter großem Jubel der Vereinsvertreter den Gewinner des Schecks: Der Reit- und Fahrverein Lauterbach Stadt und Land e.V. lag sich in den Armen und freute sich über die Bezuschussung, um auch der nächsten Generation von Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Pferd zu ermöglichen. „Wir haben in dieser Woche besondere Momente, emotionale Höhepunkte und vor allem ganz großen Sport erlebt. Doch kein Spitzensport dieser Welt kann stattfinden ohne die Basis – und die Basis, das seid ihr: die Reitvereine und Reitschulen“, so Peters zuvor, die den Scheck gemeinsam mit Dr. Klaus Miesner, Vorstandsmitglied von Pferdesport Deutschland, übergab.

Foto: Pferdesport Deutschland

„Trainer des Jahres“ gesucht!

Seit 2023 zeichnet die DOKR-Trainerakademie gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Pferdesport die „Trainer des Jahres“ aus und bringt damit den Ausbildern hinter den sportlichen Erfolgen von Athleten öffentlichkeitswirksam Wertschätzung entgegen. Bis zum 30. September noch können Kandidatinnen und Kandidaten für die Titel 2026 nominiert werden. Pferd & Mensch hat in kurzen drei Fragen mit Kai Vorberg, Projektkoordinator der DOKRTrainerakademie, über die Auszeichnung gesprochen.

Pferd & Mensch: Was steckt hinter der Auszeichnung „Trainer des Jahres“ und warum ist sie so wichtig?

 

Kai Vorberg: Trainerinnen und Trainer sind für mich viel mehr als reine Ausbilder. Sie begleiten ihre Sportler oft über viele Jahre, motivieren, geben Orientierung, fordern heraus und sind gerade in schwierigen Situationen wichtige Ansprechpartner. Vieles von dieser Arbeit passiert abseits des Rampenlichts. Mit der Auszeichnung möchten wir genau diese Menschen und ihre Geschichten sichtbar machen und ihnen die Wertschätzung geben, die sie verdienen. Denn hinter vielen sportlichen Erfolgen steht auch ein Trainer, der seinen Sportler auf diesem Weg begleitet und geprägt hat.

Pferd & Mensch: Wer kann nominiert werden?

Kai Vorberg: Wir suchen Trainerpersönlichkeiten aus dem Nachwuchsleistungsund Spitzensport, die mit ihrer Arbeit etwas Besonderes bewirken. Dabei geht es natürlich um sportliche Erfolge, doch nicht ausschließlich. Uns interessieren genauso Themen wie Pferdewohl, Fairplay, Verantwortungsbewusstsein und ein partnerschaftliches Miteinander von Pferd und Mensch. Besonders spannend sind für uns auch Geschichten, in denen ein Trainer seine Sportler in herausfordernden Situationen besonders intensiv begleitet hat. Kurz gesagt: Es geht um die Frage, was gute Trainerarbeit wirklich ausmacht und welchen Unterschied sie für Pferd und Reiter bedeuten kann.

Pferd & Mensch: Mein Trainer ist großartig – wie kann ich ihn nominieren?

Kai Vorberg: Ganz einfach: Über ein Online-Formular kann jeder seinen Trainer oder seine Trainerin vorschlagen – und Trainerinnen und Trainer können sich auch selbst bewerben. Wichtig ist, dass wir möglichst konkret erfahren, was diese Person besonders macht und welche Geschichte hinter der Nominierung steckt.

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