Vorheriger Artikel
Ausgabe 09/2026
WM Aachen 2026: Ganz nah dran am Stand von Pferdesport Deutschland
Nächster Artikel
Ausgabe 09/2026
Vom Fohlen zum Jungpferd
1. Übergänge
Übergänge sind wahre Wundermittel: Flüssig von hinten nach vorne über den Rücken geritten, verbessern sie die Muskeltätigkeit. Besonders wirkungsvoll: Übergänge zwischen Arbeitstrab und Arbeitsgalopp.
2. …und nochmal Übergänge
Auch Übergänge mit versammelnder Wirkung leisten gute Dienste. Das können Wechsel zwischen Trab – Halt – Trab oder Galopp – Schritt – Galopp sein sowie Tempounterschiede innerhalb der schwunghaften Gangarten.
3. Rund und gesund
Gleichmäßige Längsbiegung auf beiden Händen macht das Pferd geschmeidig, beweglich und elastisch. Die seitliche Rumpfmuskulatur wird gedehnt und gekräftigt, die natürliche Schiefe ausgeglichen. Daher fleißig Zirkel, Volten und Schlangenlinien reiten…
4. Kick durch Klettern
Im Gelände bergauf und bergab reiten, ist gerade für den Rücken von unschätzbarem Wert. Bergaufreiten fördert auf natürliche Weise die Schubkraft, beim Bergabreiten nimmt das Pferd quasi von alleine mehr Last auf und entwickelt Tragkraft.
5. Hüpfen hilft
Beim Springen nutzt das Pferd alle Muskeln und Gelenke intensiver als auf ebenem Hufschlag. Ein guter Grund, jedes Pferd regelmäßig über niedrige Hindernisse springen zu lassen – und damit auch den Rücken zu kräftigen.
6. Hufe heben
Trabt das Pferd über niedrige Cavaletti, muss es seine Gliedmaßen höher anheben und weiter vorschwingen. Auch im Galopp fußt das Pferd dynamischer ab. Das hebt den Rücken und fördert den Muskelaufbau.
7. Frisch voran
Längeres Galoppieren im frischen Tempo – idealerweise leicht bergauf – ist das perfekte Training für den gesamten Organismus, und ganz besonders für die Rumpfmuskulatur.
8. Locker lassen
Nur losgelassene Muskulatur kann sich positiv entwickeln. Daher liegt der Schlüssel zu einem starken Rücken in der lösenden Arbeit: regelmäßiges Zügel-aus-der-Hand-kauen-Lassen fördert die Dehnungsbereitschaft und verhindert Ermüdung und Verspannung.
9. Rückwärts ans Ziel
Rückwärtsrichten fördert die Hankenbeugung und stärkt die Hinterhand. Besonders effektiv ist es, wenn direkt aus dem Rückwärts energisch angetrabt wird. Dabei muss das Pferd abwechselnd Schub- und Tragkraft entwickeln – anstrengend und wirkungsvoll.
10. Besser vorbeugen
Ein abwechslungsreicher Trainingsplan mit wohldosierter Belastung und genügend Möglichkeiten zur freien Bewegung hilft, Rückenprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen.
Lina Otto
Vorheriger Artikel
Ausgabe 09/2026
WM Aachen 2026: Ganz nah dran am Stand von Pferdesport Deutschland
Nächster Artikel
Ausgabe 09/2026
Vom Fohlen zum Jungpferd

