Vorheriger Artikel

Ausgabe 05/2026
Rasseporträt: Leutstettener Pferde 

Nächster Artikel

Ausgabe 05/2026
Demenz in jungen Jahren: Pferdgestützter Workshop

Besser Reiten

10 Tipps für engagierte Turnierreiter 

Foto: Sabine Brose/galoppfoto.de

1. An die eigene Nase

Jeder ist für seine Nennung selbst verantwortlich. Auch wenn die Nennung akzeptiert wurde, heißt das nicht, dass man in der Prüfung auch startberechtigt ist. Dies vor Nennung zu prüfen, liegt in der Eigenverantwortung.

2. Oder nicht oder doch

Bis 24 Stunden vor dem eigentlichen Nennungsschluss können Nennungen kostenlos storniert oder geändert werden. Eine Nachnennung muss hingegen nicht akzeptiert werden.

3. Zeitumstellung…

Wird der Prüfungstag nach Nennung auf einen anderen Tag verlegt, hat der Teilnehmer Anspruch auf Rückerstattung seiner bereits geleisteten Zahlungen, da der Prüfungstag dann nicht mehr der vorläufigen Zeiteinteilung entspricht. Doch aufgepasst: Das gilt nicht für eine Verlegung von vormittags auf nachmittags oder andersherum. 

4. Erfolg im Blick

Einblick in sportfachliche Daten gewünscht? Kein Problem! Die eigene Leistungsklasse, der Amateurstatus und auch die komprimierten Erfolge von Reiter und Pferd können in Nennung Online nach Log-in eingesehen werden.

5. Außer Konkurrenz 

Ein Start „außer Konkurrenz“ ist möglich, wenn Reiter und Pferd formal „überqualifiziert“ sind. Der Turnierteilnehmer nennt in dem Fall die Prüfung wie üblich über Nennung Online und gibt dann der Meldestelle einen Hinweis, dass er außer Konkurrenz starten möchte. Tipp: Ein solcher Start lässt sich oft auch noch auf dem Turnier selbst regeln.

6. Nochmal, bitte! 

Seit 2024 sind auf Turnieren auch Korrekturrunden möglich. Wer mit seiner Runde unzufrieden ist, kann die Richtergruppe um eine Korrekturrunde bitten. Ob sie möglich ist, hängt dann meist vom Zeitplan ab. Im Idealfall steht
vor der Korrekturrunde ein Gespräch mit dem eigenen Ausbilder, ob die Korrekturrunde wirklich sinnvoll ist.

7. Erlaubt oder nicht?

Fast jedes Jahr gibt es Neuerungen. Ist dieser oder jener Ausrüstungsgegenstand erlaubt oder nicht? Welches Gebiss ist zulässig? Welche Farbe darf die Schabracke haben? Dies und mehr kann im Ausrüstungskatalog nachgeschlagen werden. Dieser ist als kostenlose PDF-Datei auf der Webseite von Pferdesport Deutschland verfügbar – und wird jedes Jahr zu Jahresbeginn aktualisiert.

8. Im Zaum halten?

Warum verwende ich diese Zäumung und wie wirkt sie? Auf diese Frage sollte jeder Reiter eine Antwort haben – gerade, wenn die Zäumung im Springen ab Klasse M** frei wählbar ist. Und immer vor Augen führen: Für harmonisches Reiten braucht es ein zufriedenes Pferd und einen gefühlvoll einwirkenden Reiter – das ist das oberste Ziel.

9. Wir alle sind Vorbilder! 

Klar trägt jeder einzelne Verantwortung für sein Pferd und dessen Wohlergehen. Doch jeder ist auch Vorbild – diesen Umstand gilt es sich bewusst zu machen. Jeder Turnierreiter stellt sich der Öffentlichkeit und da sollte es selbstverständlich sein, den Pferdesport auch angemessen zu vertreten und sich dem Pferd und allen anderen Beteiligten wie Mit(st)reitern, Eltern, Trainern, Richtern oder Veranstaltern gegenüber gut zu benehmen.

10. Miteinander reden

Keine Scheu vor einem Wortwechsel: Richter sind auch nur Menschen. Man kann mit ihnen sprechen, Fragen stellen und Ideen liefern. Damit Richter künftig noch besser zu erkennen sind, tragen sie nun ein einheitliches Namensschild.

Eva Borg, Maike Hoheisel-Popp

Vorheriger Artikel

Ausgabe 05/2026
Rasseporträt: Leutstettener Pferde

Nächster Artikel

Ausgabe 05/2026
Demenz in jungen Jahren: Pferdgestützter Workshop